26.08.25

Digitalisierung der Energieversorgung: GAGNET baut Dark Fiber für die SWG

Die GAGNET AG realisiert für die SWG (Städtische Werke Grenchen) eine Dark-Fiber-Infrastruktur. Diese bildet künftig die Grundlage für moderne Energie- und Datendienste.

Dank der neuen Glasfaserleitungen kann die SWG ihre Smart Meter künftig direkt ansteuern und die Verbrauchsdaten digital erfassen. So werden die Strom-, Gas- und Wasserwerte automatisch übermittelt und präzise abgerechnet. Gleichzeitig bildet die Dark-Fiber-Infrastruktur die Basis für ein intelligentes Stromnetz (Smart Grid). Dieses gleicht Angebot und Nachfrage besser aus und erhöht somit die Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit.

Im Rahmen des Projekts erschliesst GAGNET rund 3100 Gebäude in Grenchen mit Dark Fiber. Damit wird ein entscheidender Schritt in Richtung Digitalisierung der Energieversorgung und smarter Netzinfrastruktur gemacht.

«Die enge Zusammenarbeit mit der SWG ist ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung Grenchens als moderne Energiestadt. Sie schafft die Grundlage, um künftige Anforderungen an intelligente Netze optimal zu erfüllen.»
Bild Marcel Gaggioli

Marcel Gaggioli

Geschäftsleiter, GAGNET AG

Als Dark Fiber bezeichnet man unbeleuchtete Glasfaserkabel. „Dunkel“ bedeutet in diesem Fall, dass diese Leitungen zwar verlegt sind, aber keine aktive Technik oder Datenübertragung enthalten. Der Betreiber kann sie flexibel mit eigener Technik ausstatten und so ganz nach Bedarf nutzen.

Die Vorteile:

  • Hohe Kapazität und Geschwindigkeit, da die Infrastruktur exklusiv genutzt wird.
  • Zudem ist sie zukunftssicher, da jederzeit zusätzliche Bandbreite aktiviert werden kann.
  • Es ist eine flexible und sichere Grundlage für datenintensive Anwendungen wie Smart Grids.

Smart Metering bezeichnet die Verwendung intelligenter Messsysteme zur digitalen Erfassung und Übermittlung von Energie- und Wasserverbräuchen. Die Daten werden in Echtzeit oder in kurzen Intervallen an den Energieversorger übermittelt.

Die Vorteile:

  • Verbrauchswerte müssen nicht mehr manuell abgelesen werden.
  • Kunden erhalten einen transparenten Überblick über ihren Energieverbrauch.
  • Netzbetreiber können Lasten besser steuern und Engpässe frühzeitig erkennen.
  • Smart Meter sind eine zentrale Voraussetzung für den Aufbau von Smart Grids.

Ein Smart Grid ist ein intelligentes Energienetz, das die Bereiche Stromerzeugung, Speicherung und Verbrauch digital miteinander verknüpft. Dadurch ist eine Echtzeit-Überwachung und -Steuerung der Energieflüsse möglich.

Die Vorteile:

  • Integration erneuerbarer Energien wie Sonne und Wind.
  • Ausserdem können die bestehenden Netze effizienter genutzt werden.
  • Zudem können Spitzenlasten besser vorhergesagt und Engpässe vermieden werden.
  • Darüber hinaus wird die Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit erhöht.

Suche